Demokratie-Konferenz


„Wie wir wirklich leben wollen“



Die Menschheit ist materiell reicher als jemals zuvor. Es gibt mehr Menschen, mehr Wissen, Geld, Produkte, mehr Angebote und Nachfrage als jemals zuvor in der Geschichte der Menschheit. Statistisch ging es der Menschheit matieriell noch nie so gut ... und doch nie so vielen Menschen so schlecht. Zugleich rast die Menschheit nach Ansicht zahlloser ernsthafter Experten auf den Abgrund zu: ökologisch, finanziell, existentiell.

Täglich wird auch offensichtlicher:
Die politische Agenda wird von der Diktatur der Finanzwelt bestimmt. Das parlamentarische System wird immer mehr zu einer Fassade, die Parlamente zu bloßen Legitimationsinstanzen immer fernerer Finanzzentralen. Der Gestaltungsspielraum der Politik tendiert gegen Null. Eine grundsätzliche Änderung des Desasters ist nicht in Sicht. Die politischen Parteien haben sich in ihren kleiner werdenden Nischen eingerichtet und bieten willig auch weiterhin ablenkendes Kasperltheater an der Oberfläche, um dann in den Hinterzimmern wenigstens noch ein bißchen bei den wirklich wichtigen Entscheidungen mitreden zu dürfen. Die Demokratie wird zwischen den „alternativlosen“ Diktaten scheinbar unveränderbarer ökonomischer „Sachzwänge“ und den kurzfristigen Eigeninteressen der Parteien zerrieben.Selbst die Menschen in Deutschland, einem der derzeit auch ökonomisch erfolgreichsten Länder der Welt, scheinen kaum mehr Chancen zu sehen und versuchen, den Status Quo und erworbene Pfründe zu erhalten.

Wir sind der Meinung, dass es schon sehr spät ist, vielleicht schon zu spät für eine (Kehrt)Wende, aber wir haben keine Alternative als die verbliebenen Chancen zu  nutzen.


Impulse
, den gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Wandel selbstbestimmter und gemeinwohl-orientierter zu gestalten, kommen v.a. aus zivilgesellschaftlichen Initiativen. Von der Grundeinkommensbewegung über die verschiedenen Geldreforminitiativen und Demokratiereformansätze bis hin zur Gemeinschafts- und zur Transition-Town-Bewegung: Überall beginnen Bürger aufzuwachen und Eigeninitiative zu entwickeln. Noch gelingt es der Medienoligarchie, diese vereinzelten Ansätze von Basis- und Vernetzungsaktivitäten weitgehend zu ignorieren.

Die Mitglieder des Initiativkreis Demokratiekonferenz sind der Meinung, daß ein Zusammenkommen dieser Ansätze und Initiativen in neuer Qualität angesagt und Gebot der Zeit ist. Wir halten uns nicht für den Nabel der Welt, aber wir werden initiativ, damit sich dieses Zusammenrücken jetzt verstärkt!